Projektbericht

ZUSPIEL 2011

Die von mir gesammelten Fundstücke wurden sorgfältig in einer wirklichkeitsgetreuen Nachahmung von Schichtungen und Konstellationen, wie man ihnen in der Stadt oft begegnet, auf Fensterfronten geklebt.
Die Installation spielt mit der Grenze zwischen Realität und Fiktion, ist auf den ersten Blick kaum sichtbar und entfaltet nach und nach ihre Wirkung in Form von subtilen Irritationen und Fragestellungen zur Wahrnehmung.
Doch obwohl in Kunstinstitutionen präsentiert, wurde diese Arbeit nicht als Kunst wahrgenommen und schließlich beseitigt.
In der Kunstgalerie des TPR wurden die Klebereste allmählich, im Laufe der Ausstellungsdauer, von Besuchern entfernt.
Im Württembergischen Kunstverein fand die Zerstörung der Installation noch vor der Ausstellungseröffnung statt, weil sie nicht als Kunstwerk identifiziert wurde und der Dokumentation der frisch renovierten Fensterfläche im Wege war.
In der Ausstellung wurden dann die abgenommenen Überbleibsel von Klebe- und Papierresten auf einem Podest, zusammen mit der Fotodokumentation der Arbeit und einer Textbeschreibung der Ereignisse gezeigt.
Diese natürlichen Entwicklungen machen bewusst, dass die Sehwahrnehmung gewöhnlich zu Kategorisierungen führt, anstatt ein vorsichtiger Prozess der Annäherung zu sein.


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Zuspiel 2011

Installation mit Fundstücke

Die Überbleibsel von Plakaten und Aushängen im offentlichen Raum, wie Klebebänder oder Papierreste, wurden über Monate hinweg von Hauswänden, Stromkästen, Fensterscheiben der Stadt abgenommen und gesammelt.
Diese beiläufigen Begleiterscheinungen der bildlich-schriftlichen Kommunikation im urbanen Umfeld, erweisen sich in ihrer Neuinszenierung in Kunstinstitutionen als ambivalentes Angebot an den Betrachter: einerseits fehlt der Bildinhalt, andererseits wird die Fülle vermuteter Botschaften wahrnehmbar.

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Body-schelter-net 2014

Keramiken, Negativfilme

Die aus Ton gekneteten und geformten Objekte, wirken Körperbezogen, wie Abbildungen von inneren Organen und Geweben. Den Keramiken zugeordnet ist jeweils ein Bilderrahmen mit Negativfilmen von Fotografien menschlicher Körper.
Die zwei grundverschieden Darstellungen weisen auf Gegensätzliches hin: Realität und Vorstellung, Schein und Sein, Leib und Geist, Schwarz und Weiss.

Beitrag zum Mitgleiderprojekts des Künstlerhauses Stuttgart 2014 zum Thema ICH.

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Paradies 2013

Installation mit Senklote

Der prächtige Nußbaum im Klosterhof der ehemalige Dominikanerkirche in Esslingen (Agneshof), ist erkennbar schief gewachsen, in seinem Streben nach Licht und Raum im engen Hof.
An seinen Äste hängen vier Senklote. Diese messen die perfekte Vertikale und bilden einen idealen Kreis um die Baummitte.
Die Senklote markieren den Idealzustand und machen dadurch auf die individuellen Merkmale des Baumes aufmerksam.

Ein Ausstellungsprojekt des AHBKE e.V.
in Kooperation mit den Citykirchen Esslingen

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Flugfarbe 2021-23

Gewebe, Farbe, Fineliner
Edition

Gebrauchte, weiße Textilien wurden in vorbereitete Farbbäder getaucht und dem freien Lauf der Farbe überlassen. Im Spiel von Zufall und künstlerischem Kalkül, sind sie mal intensiv durchdrängt, mal erscheinen sie in lasierenden Schichten. Weitere Farbspuren und Farbverläufe ergeben sich aus den vorhandenen Faltungen im Gewebe. Nach dem Trocknen wurden sie teilweise mit filigranen Zeichnungen ergänzt.

Bettlaken

Rahmungen

Raupen/Eier/Urlandschaft
Aktion in der Fabrik Langheck

Einführungstext von Clemens Ottnad zur Ausstellung

FLUGFARBE

KunstWerk Fellbach e.V.
31.03.2023 – 23.04.2023

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Flugfarbe – Bettlaken 2021-2022

Bettlaken, Farben, Fineliner

Bettlaken aus dem häuslichen Gebrauch wurden gesammelt, unterschiedlich gefärbt und teilweise mit filigrane Zeichnungen von Nachtfaltern ergänzt.


200×142 cm
240×145 cm
214×106 cm
240×150 cm
220×123 cm
220×123 cm
220×135 cm
240×145 cm
240×145 cm
230×140 cm
206×145 cm

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Flux 2013

Die Materialität der Farbe, ihre Transparenz und Verletzlichkeit stehen hier in den Mittelpunkt.
Die Gießmasse wird auf einer Folie ausgegossen und stellenweise mit dem Pinsel verstriechen.
Dabei entstehen dicke bis hauchdünne Farbschichten, die nach dem Trocknen von der Folie gelöst werden und teilweise reißen.
Die Formate variiren zwischen den wenigen Zentimetern eines Pinselstriches und menschengroßen, tücherähnlichen Farbobjekten.


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